Liess mir also doch noch meine Nägeli anmalen. Farbe wie immer, Pflaume oder hier: plum. Fragte, was denn am meisten verlangt wird zurzeit (aus ca. hundert versch. Farben). Antwort: dieses plum. Mehrere Fläschchen bräuchten sie in der Woche, so die Nagellackiererin. Hm. Ich erklärte ihr, dass in der Schweiz immer alles zwei Jahre später dann auch mal Trend sei und sie fragte: Also ist die Schweiz so richtig zurückgeblieben? Ich sagte: Ja.
Dann erzählte sie mir irgendwas über ihre Nägel und ich überlegte währenddessen, ob es ein bisschen übertrieben gewesen sei das mit dem zurückgeblieben. Und hatte fast ein schlechtes Gewissen der behinderten Schweiz gegenüber, herrje, was ich mich ständig schuldig fühle gegenüber Nationen. Das hat jetzt ein Ende.
Die Schweiz ist lahm und Schottland hat keine Ahnung von gesundem Essen. Fertig.
Anyway.
Selbstverständlich nervt es mich, dass die Farbe, die ich seit einem Jahr draufpflaume (hahaha!) trendy ist.
Noch gelernt heute: Es ist noch nicht lange her, dass "The Oxford" (zur Erinnerung: die Rankin-Bar) Frauen den Zutritt verwehrte. Weil es keine Toiletten für Ladies gab. Ich war eben heute schon wieder dort, mit einem Lehrer der Schule, mit dem ich ein Interview probte. Es war sein Vorschlag, ins Oxford zu gehen, weil er anscheinend des öfteren dort herumhängt. Es war morgens um 11, ich bestellte einen Kaffee, der Barmensch schaute mich an, als ob ich geistesgestört wäre und verdrehte die Augen. Nach zehn Minuten bekam ich dann eine braune Suppe mit (eventuell) Milch drin. Es schmeckte so, wies aussah.
Rankin tauchte nicht auf.
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