Samstag, 8. März 2014

Zum 30. Mal

Heute bin ich für 12 Minuten zum geschätzten 30. Mal Gärtnerin geworden. Wie jedes Jahr (also als Kleinkind, da lag ich auf der Wiese herum und ass Dreck und Johannisbeeri, das zählt noch nicht). Und das kam so (also heute, mein ich): Ich hielt Zwiegespräche mit dem Eisbär in meinem Lavendelbusch. Toten Lavendel, wohlverstanden (ich fress Schüfeli und Bäseli, wenn der noch mal blüht). Wann wird endlich Winter? fragte er. Nie, sagte ich. Gell, die schönen Zeiten mit den dicken Schneeflocken sind vorbei, sagte er. Ja, sagte ich.
Mir lief eine Träne die sonnenverbrannte Backe herunter, ich beweinte den Winter, der gar nie da gewesen war, und dann stapfte ich durch imaginären Schnee in die Stadt und kaufte Veilchen. Jedenfalls glaube ich, dass es Veilchen sind. Vierfarbig. Weil eine Gartenarchitektin (was für ein absolut erstrebenswerter Beruf!) mir gestern erklärte, jetzt sei es Trend, verschiedene Typen einer Art zu pflegen. Giessen. Äh, wie auch immer. Schlüsseli kaufte ich auch noch und topfte alles ein. Ich bin sehr stolz. Wie jeden Frühling. Ich wäre sehr gerne eine richtige Gärtnerin. Aber bei mir stirbt alles, nicht nur der Basilikum wie bei allen anderen.
Aber vielleicht ist das einfach die falsche Einstellung.

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