Ich bin überzeugt, dass die erschlagend hohe Einschaltquote dieser TV-Serie nur damit zu erklären ist, dass so viele Zuschauer Restalkohol im Kopf haben.
(Kunsthistoriker Peter Richter)
Die TV-Serie ist "Tatort". Die ganze Antwort aus diesem interessanten und lustigen Inti im Tagi:
Sie feiern das Trinken, Sie loben aber auch den Kater.
Ja, der muss sein. Die Zeit, die sich beim Rausch zusammenzog, dehnt sich am anderen Morgen wieder aus. Der Rausch vergeht wie im Flug, der Kater scheint ewig zu dauern. Ein Rausch ohne Kater wäre das Paradies, und das gibt es ja nicht auf Erden. Ich finde: Wer gerne trinkt, muss auch den Kater lieben. Ich behaupte sogar: Man kann das lernen. Das subtilste Motiv für das Trinken wäre demnach die Erzeugung des Katers. Um den Sonntagmorgen nach der Samstagnacht bewusst zu erleben. Als Zustand, bei dem man ohne Entschuldigung lange im Bett bleiben kann. Dann gutbürgerlich essen geht und abends den «Tatort» schaut. Ich bin überzeugt, dass die erschlagend hohe Einschaltquote dieser TV-Serie nur damit zu erklären ist, dass so viele Zuschauer Restalkohol im Kopf haben.
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