Jetzt wollte ich ja eigentlich noch das mit den Produzentenwitzen erklären. Aber mein Rücken will nicht. Genauer: Der untere Rücken, vielleicht sagt man dem Kreuz (ich habe eben erst diese Woche gelernt, wo sich Nieren und Herz und Galle befinden und bin ein bitzli belächelt worden deshalb und bin drum jetzt etwas verunsichert, wo sich welcher Körperteil und welche Organe befinden). Gut. Oder eben nicht gut. Ich habe furchtbar Rückenweh und zwar wegen dieser Yogastunde letzten Dienstag. Glaube ich. Dort musste die Yogagemeinde nämlich vom Hund, der nach unten schaut, direkt in die Kobra gehen, nicht in die richtige Kobra, sondern in so eine hängende, weil es ja Power-Yoga ist und deshalb immer und überall noch ein bisschen Krafttraining reingeschmuggelt werden muss. Die Frauen (den einzigen Mann in diesem Saal hatte ich leider nicht im Blickfeld, weder im richtigen noch dem im Spiegel vorne) brachen zusammen. Nur ich fand: Wo ist das Problem? Ich will wirklich nicht bluffen, aber: Diese Kobra war total easy.
Das Problem kam erst am Donnerstag. Und es kam so wahnsinnig problemig daher, dass ich eine halbe Tablette irgendwas spickte, die mir Kollege T. freundlicherweise zur Verfügung stellte. Da ich ja mit diesen Inhaltsstoffen in diesen Tabletten auch nicht draus komme, musste ich darauf mit viel Alkohol spülen, damit ich allfällige Magenschmerzen nicht mitbekommen würde. Es funktionierte. Bis jetzt. Weil das Problem ist wieder hier. Und die andere Hälfte der Tablette ist leider im Büro und alles, was ich bis jetzt im Badzimmerschränkli gefunden habe, sind abgelaufene Augentropfen.
Manchmal ist das Leben schon sehr blöd.
Auch dann, wenn man sich ernsthaft überlegen muss, ob diese Rücken-/Kreuzschmerzen jetzt tatsächlich etwas mit dem Alter zu tun haben könnten. Obwohl ich eigentlich - zumindest äusserlich - nicht mehr altere, weil ich seit dieser Woche im Besitz einer Supercrème bin: Ironischerweise besuchte ich vor diesem fatalen Yogakurs eine PR-Aktion einer grossen Kosmetikfirma. Dieses Unternehmen hat, wie dort dem Publikum mitgeteilt wurde, eine neue, extrem einzigartige Methode gefunden, die Hautalterung zu stoppen. Jawoll. Und zwar indem man mit einem Crèmli in die Stammzellen eindringt und Gengut verändert.
Tönt einleuchtend, oder?
Ich würde schampar gern mal eine Geschichte machen mit einer dieser PR-Damen. Die erste Frage wäre: "Glauben Sie den Scheiss, den Sie Ihren Kunden erzählen?" Ich fürchte nur, es würde sich keine dieser Damen zur Verfügung stellen.
Darum streiche ich mir jetzt vorerst mal ein bisschen Supercrème auf den Rücken.
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